Alfred Kornberger - Werkverzeichnis

Wvz-Nr. a0034

KATEGORIEN: Portraits | Szenen | Öl auf Leinwand


Titel: Portrait einer jungen Frau

Jahr: 1959

Maße: 80.0 x 110.0 cm

Technik: Öl auf Leinwand

Signatur/Datierung/Bezeichnung:
li. o. sign.

Provenienz: abgebildet in: Franz Smola, Alfred Kornberger
(1933 - 2002). Der Akt als Innovation, mit einem Werkver-
zeichnis von Monika und Gerald Ziwna, Wien 2007, S. 312
(WVZ-Nr. 34); Ausst. Kat. Österreichische Staatsdruckerei
1964, o. S.

Standort: unbekannt

EINZELAUSSTELLUNGEN:
1963 Jugoslavenske Akademije Znanosti i Umjetnosti, Zagreb

»Alfred Kornberger. Ulja i Crteži (Ölbilder und Zeichnungen)«, Jugoslavenske Akademije Znanosti i Umjetnosti, Likovni Studio Kabineta Grafike (Grafisches Kabinett der Jugoslawischen Akademie der Schönen Künste), Zagreb, 6. - 22. September 1963 (vierundzwanzig Ölgemälde und drei Tempera auf Papier).

»E. Cvetkova äußert sich in einem ausführlichen Beitrag in der Lokalzeitung ›Vecernji list‹ ausgesprochen anerkennend über den Künstler und hebt die Bilder ›Eine Totenzeremonie‹ und ›Rote Burg‹ besonders hervor. Nach Ansicht des Kritikers spreche Kornberger die Sprache der zeitgenössischen bildenden Kunst Europas. Man merke zwar, dass Kornberger noch nicht zu seiner künstlerischen Vollreife gelangt sei. Daran sei aber ›nicht der heterogene Ausdruck, sondern die unterdrückte Ausdruckskraft einer solchen Persönlichkeit schuld, die der zeitgenössichen Kunst etwas zu sagen hat un dies auch wünscht. (E. Cvetkova, »Heterogener Ausdruck. Gast aus Wien im Studio für bildende Kunst«, in: Vecernji list, 12. September 1963)‹«

(aus: Franz Smola, Alfred Kornberger (1933 - 2002). Der Akt als Innovation, Wien 2007, S. 17.)

1964 Österreichische Staatsdruckerei, Wien

»Alfred Kornberger. Ölgemälde 1958 - 63«, Österreichische Staatsdruckerei, Wien, 4. - 19. Juni 1964 (mit Katalog).

»Bei der Eröffnung waren neben Vertretern des Bundeskanzleramtes und des Gewerkschaftsbundes auch der U.S. -Amerikanische Botschafter sowie zahlreiche Künstler anwesend. Wie bei den früheren Ausstellungen fand auch diese Ausstellung ein ungewöhnlich großes Echo in den Printmedien. (Wiener Zeitung, 4. Juni 1964; Wiener Zeitung, 7. Juni 1964; Volksstimme, 11. Juni 1964; Der Rundblick, 25. Juni 1964; Tagebuch, Juli 1964). In den verschiedenen Zeitungsberichten wurden zum Teil Werke erwähnt, die bereits in der Zeitschrift Alte und Moderne Kunst abgebildet waren, wie die Gemälde ›Frau am Strand‹ oder ›Frau im Lehnstuhl‹, weiters Bilder wie ›Strand‹, ›Der Alte‹ oder ›Monument‹. Andere von der Presse hervorgehobene Werke waren ›Der Trinker‹, ›Die Verurteilten‹, ›Efeu‹, ›Der Obstgarten‹, ›Musikant‹, ›Sängerin‹, ›Konzert‹, ›Tanz‹, ›Ein schöner Tag‹, ›Passanten‹, ›Jungfrau‹, ›Die Braut‹, ›Kämmendes Mädchen‹, ›Frau, ihre Haare ordnend‹, ›Nena‹ und ›Mädchen mit Puppe‹.
Der Kunstkritiker Johann Muschik weist in der Zeitung Neues Österreich auf die Anregungen hin, die Kornberger in seinen Bildern verarbeitet hat [Léger und Picasso], gesteht Kornberger aber eine sehr eigenständige Verarbeitung dieser Vorbilder zu (Johann Muschik, »Malerei als Kraftakt und Lied. Zu den Ausstellungen Ferdinand Stransky und Alfred Kornberger«, in: Neues Österreich, 12. Juni 1964).
Nicht so wohlwollend präsentiert Peter Baum in den Oberösterreichischen Nachrichten die Ausstellung (Peter Baum, »Gemäßigte Moderne und modischer Akademismus. Zu neuen Ausstellungen von Malerei und Graphik in der Kleinen Galerie, Staatsdruckerei, Spar-Casse«, in: Oberösterreichischen Nachrichten, 17. Juni 1964). Peter Baum gesteht Kornberger zwar künstlerisches Talent zu, doch wirft er ihm vor, am Vorbild Picasso zu scheitern. Baum findet aber auch durchaus bemerkenswerte Arbeiten im Werk des jungen Künstlers. Letztlich meint Peter Baum, dass für den Künstler die Orientierung an den großen Vorbildern nicht förderlich ist.«

(aus: Franz Smola, Alfred Kornberger (1933 - 2002). Der Akt als Innovation, Wien 2007, S. 18-19.